So kommst Du zur perfekten Fadenspannung!

Lass uns mal ganz ehrlich sein…

Du bist hier gelandet, weil Dir des Öfteren mit der Overlock etwas nicht gelingt. Du bekommst Deine Fadenspannung nicht richtig eingestellt oder Du hast eine unsaubere Naht, weil Stiche ausgelassen wurden. Dein Nähprojekt sieht nicht so toll aus, wie Du es Dir gewünscht hast. Du bist genervt und frustriert, weil nichts so richtig gut geklappt hat.

Wie versprochen: Hier verrate ich Dir einen ungewöhnlichen und simplen „Overlock-Hack“ mit dem Du ohne viel Aufwand und Wissen Deine Fadenspannung eingestellt bekommst. Du wirst erstaunt sein und Dich fragen, wieso Du da noch nicht selber draufgekommen bist.

Also, wir beginnen ganz simpel und schauen uns erstmal an, wie eine saubere Overlocknaht aussieht:

Fangen wir mit der linken Nadel an. Hier musst Du darauf achten das diesen in gleichmäßigen schritten genäht ist und das die schön am Stoff anliegt, also das keine Schlaufen oder ähnliches gebildet werden.

Genau dasselbe bei der rechten Nadel:

Das Nahtbild der rechten Nadel sollte genauso aussehen wie bei der linken Nadel, also keine Schlaufen etc., schön anliegend und sauber.

Kommen wir nun zum Obergreifer:

Der Obergreifer bildet hier sehr schöne Schlaufen. Auf dem Bild kannst Du auch gut erkennen, dass die Fadenspannung richtig eingestellt ist, da die Naht schön an der Stoffkante entlangläuft. Das heißt also, wenn die Schlaufen breiter sind als der Stoff, dann stimmt etwas nicht! Perfekt ist es an der Stoffkante.

Nun kommen wir zur Rückseite, dort sehen wir den Untergreifer:

Der Untergreifer bildet kleine V-Schlaufen. Sobald Du diese so siehst wie auf dem Bild, weißt Du, dass dieser auf jeden Fall perfekt eingestellt ist. Außerdem bildet der Untergreifer, genauso wie der Obergreifer, eine Naht an der Stoffkante. Hier gilt das gleiche Prinzip: Wenn die Naht genau an der Stoffkante liegt, ist die Fadenspannung richtig.

JETZT kommt der versprochene Trick!

Wie kannst Du erkennen, an welchem Rädchen Du drehen sollst, damit die Fadenspannung stimmt?

Normalerweise nimmt man immer dieselbe Konenfarbe, wenn man die Overlock einfädelt. Dieses Mal tauscht Du nur die erste Kone gegen eine andere Farbe aus und nähst einfach mal Probe. Wenn die Fadenspannung soweit stimmt, wechselst Du die andersfarbige Kone zum zweiten Platz, danach nähst Du wieder Probe und so weiter.

Am schnellsten würde es natürlich gehen, wenn Du jeden Platz mit einer eigenen Farbe einfädelst. So kannst Du direkt sehen, bei welcher Farbe die Fadenspannung nicht stimmt, und den Faden dort etwas strammer oder natürlich auch lockerer einstellen.

Ein kleines Beispiel:

Hier habe ich alle Konen weiß gelassen, nur der Faden des Obergreifers ist grünlich. So kann ich ganz leicht erkennen, dass der Obergreifer viel zu locker eingestellt ist (da dieser über die Stoffkante geht.) , und so weiß ich ganz genau, an welchem Rad ich in welcher Richtung drehen muss.

Ganz simpler Trick, aber sehr effektiv!

Hier bekommst Du das Ganze noch mal in einem Video mit mir:

Et Voilà! Nun hast Du wieder etwas dazugelernt und es sind Dir keine Märchen oder sonst was aufgetischt worden. Ganz einfaches und fundiertes Wissen.

Wenn Du Dich jetzt fragst: „Wer ist die Frau und warum macht Sie das?“

Hi, mein Name ist Jana und ich bin gelernte Sozialassistentin mit viel Liebe zum Nähen vor allem zur Overlock ;-), von der man vielleicht erstmal nicht denkt, das sie einen erfolgreichen Nähblog zum Thema Overlock betreibt.

Seit mehr als 5 Jahren beschäftige ich mich mit dem Thema Overlock.

Ich habe schon vielen dabei geholfen, ihre Overlock richtig einzustellen um damit stressfrei nähen zu können.

Am Anfang meiner Nähkarriere war  die Fadenspannung meiner Overlock auch mein größtes Problem.

Ich habe wirklich alles probiert, um dieses Problem in den Griff zu bekommen.

Neues Nähgarn, etliche Reglerpositionen, neue Nadeln, Overlockgarn von verschiedenen Marken.

Alles hat viel Zeit und Geld gekostet und das Ergebnis war nur frustrierend.

Ich war demotiviert, hatte wenig Spaß, zerfressene Stoffe und mich einfach blöd gefühlt.

Und ich habe mir gesagt: „Hey, warum hast Du mit dem Nähen angefangen?“

Denn sind wir mal ehrlich: Als kreative Näherinnen wollen wir mehr, sonst könnten wir auch einfach die fertigen Klamotten kaufen.

Wir wollen kreativ sein, stolz sein, Spaß haben und Anerkennung bekommen für das was wir genäht haben. Und ich habe mir gesagt: “ Ich will Nähprojekte auch erfolgreich zu Ende bringen!“

Das Schlimme ist nur: Wenn man es nicht packt mit dem Nähen, weil einem die Erfahrung und das Wissen fehlt, ist das sehr deprimierend und raubt einem Motivation. Vielleicht ist es auch teilweise zum Heulen.

Fazit: Am liebsten würde man die Overlock zurückschicken und alles hinschmeißen. Wie soll man denn gerade als Anfänger direkt die Erfahrung von einem Profi haben?

Natürlich ist das nicht möglich!

Du hast nun gelernt wie man mit einem simplem Trick die Fadenspannung eingestellt bekommt, und ich hoffe das hat Dir weitergeholfen.

Auch wenn das nur ein kleiner Teil ist, den man über eine Overlock wissen sollte.

Wenn Du dennoch Fragen hast zum Thema Overlock, dann stelle diese gerne unten in die Kommentare, ich werde so schnell wie möglich antworten. :-)

Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg

Jana

Schreibe einen Kommentar