Ohne Worte…

Ich denke es geht uns alle was an, und ich danke wirklich herzlichst jeden der bei dieser Petition unterschreibt. 🙂

https://www.openpetition.de/petition/online/wir-fordern-die-artgerechte-haltung-von-jette-in-calbe-saale

 

Wir fordern die artgerechte Haltung von Jette in Calbe / Saale

Von: Jens Waldinger aus Leverkusen

An:   Dieter Tischmeyer Bürgermeiste in Deutschland

Sehr geehrte Herr Tischmeyer,

mit großem Entsetzen habe ich heute von der katastrophalen Haltung der Bärin “Jette” in Ihrem Park gelesen.
Ich kann nicht verstehen, wie Sie einen einzelnen Bären in nur 200m² Betonmauer einsperren können, weitestgehend schutzlos, und das über Jahrzehnte. Der Anblick Ihrer Bärin macht mich fassungslos und wütend.
Ein Bär ist zwar als Einzeltier bekannt, dies bedeutet jedoch NICHT, dass er niemals in seinem Leben einen Artgenossen zu sehen bekommen möchte. Bären leben durchaus in Mutterfamilien, und treffen auch zur Paarung zusammen.
Ein ausgewachsener Bär hat in der Natur ein Jagdgebiet von bis zu 400km² und verbringt 94% seines Tages mit der Futtersuche. Er klettert gerne, braucht Möglichkeiten zur Beschäftigung und eine rund 100m² große Wasserstelle.
Ihr Gehege ist weit entfernt von natürlichen Ressourcen, geschweige denn irgendeiner Anregung zur Beschäftigung. Ihr Gehege ist ein Betongefängnis, und Jette sitzt seit Jahrzehnten darin.
Was hat sie verbrochen, das ein Leben im Gefängnis rechtfertigt?
Ich appelliere an Ihr Gewissen, die Haltungsbedingungen schnellstens zu verändern, damit Jette ihr verbleibendes Leben endlich Bär sein darf, oder sie dringend in eine artgerechte Haltung umzusiedeln.

Begründung: Bärenhaltung wie im Mittelalter, soll Jette`s Leben hier enden…..?
Jette die Braunbärin, nach Auskunft der Stadtverwaltung 40 Jahre alt, lebt in den öffentlichen Tiergehege auf dem Wartemberg in Calbe (Saale). Das Gelände ist schon sehr abenteuerlich zu erreichen. Die mittelalterliche Bärenhaltung bestätigte unsere Vermutung. Eine Betongrube, die dem Tier keinerlei Abwechslung bietet.
Trotz einer Erweiterung die an das Betonverlies anschließt, hat das Tier nicht wirklich eine Verbesserung seines Lebens erfahren.
Mit knapp 200 m² diente das neue Areal mehr der Verwirklichung von Firmen, die sich mit einer Zwiebelbolle aus Stahl ein Wahrzeichen für Region setzten, als an das Wohl der Tiere zu denken.
Unglaublich, das man bis zum heutigen Tag immer noch an dieser Art Bärenhaltung festhält und das Leiden dieser Braunbärin in Kauf nimmt.

Diese Grube ist Wind und Wetter ausgesetzt und jederzeit zugänglich! Jugendliche können sich Nachts Zugang verschaffen und Jette bespucken und beschmeissen!

Im Namen aller Unterzeichner.

Leverkusen, 06.10.2012 (aktiv bis 02.11.2012)

 

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