Nähmaschinennadel erkennen – Tipp’s für Nähanfänger

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Hallo meine Lieben,

sicherlich kennst Du das, Du hast eine Nadel in deiner Nähmaschinen und kannst Sie aber einfach nicht mehr einordnen. Du hast überhaupt keine Ahnung, ist es jetzt eine Universalnadel? Jeansnadel? Jerseynadel?

Und irgendwie markiert, sind Nähmaschinennadeln, auch nicht.

Daher möchte ich Dir heute ein paar kleine Tricks zeigen, wie Du deine Nadeln anhand bestimmter Eigenschaften erkennen kannst.

Die Vergleichmethode

Was meine ich damit?

Der erste Schritt ist, Du holst erst einmal deine Nadel aus der Nähmaschine. Wenn Du schon eine ungefähre Ahnung hast, was das für eine Nähnadel sein soll, dann schnappst Du die Verpackung deiner Nähnadel und holst eine vergleichbare raus. Wenn folgende Punkte identisch sind, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, das Du weisst welche es ist.

Also ich mach mal ein Beispiel!

-Du hast also eine Nähmaschinennadel in deiner Nähmaschine und denkst, dass es eine Jerseynadel ist.

-Du holst also dein Päckchen mit den Jersey-Nadeln und holst eine raus.

Jersey Nadel
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-Du schaust jetzt ob diese Punkte identisch sind, mit der Nadel, die Du aus der Nähmaschine geholt hast.

  • Als erstes schaust Du dir den Abstand, von der Spitze zum Nadelöhr an. Ist die Nadelspitze gleich lang?
  • Als nächste schaust Du dir an wie dick die Nadel ist.
  • Dann schau Dir noch das Nadelöhr an, ist es gleich groß?
  • Als letztes schaust Du dir noch die Rille in der Nadel an, hier ist es vielleicht hilfreich mit einer Lupe zu schauen. Sind die Rillen identisch breit?

Das hier ist natürlich die einfachste Variante eine Nadel wiederzuerkennen, aber wie schaut es aus, wenn Du nicht ungefähr weisst welche Nadel sich in deiner Nähmaschine befindet.

Man könnte natürlich dann mehrere unterschiedlichen Nähmaschinennadeln vergleichen, aber das könnte eventuelle etwas dauern.

Daher kommt jetzt noch ein Trick, da musst Du aber vorsichtig sein. 🙂

 

Der Finger-Test!

Bei den vielen verschiedenen Nähmaschinennadeln gibt noch einen Unterschied, mit der sich ungefähr klären lassen kann um welche Nadel es sich handelt.

Und zwar ist deine Nähmaschinennadel Spitz, oder Stumpf?

NadeltrickDas kannst Du ganz einfach prüfen, in dem Du die Nadel, GANZ LEICHT natürlich, auf deinen kleinen Finger drückst. Du wirst merken ob die Nadelspitze nun spitz ist oder stumpf. Und ACHTUNG: Hier wirklich sehr vorsichtig sein, sonst besteht Verletzungsgefahr!

Aber was genau heißt das jetzt für Dich?

Manche Nähmaschinennadeln sind von Natur aus, Spitz oder auch Stumpf.

Jerseynadeln haben zum Beispiel eine kleine runde Kugelspitze und sind daher nicht Spitz. Das hat damit zutun, dass diese nicht das Gewebe durchstechen, sondern beim eindringen in den Stoff, die kleinen Fäden beiseite drücken.

Ganz anders ist das bei Ledernadeln, diese sind sehr Spitz und meist auch ziemlich dick, da diese, sich beim eindringen, durchs Leder schneiden müssen.

Du siehst, bestimmte Nähmaschinennadeln, haben auch bestimmte Eigenschaften.

Aber um jetzt hier nicht allzu sehr in Details zu gehen, liste ich Dir hier mal die wichtigsten Eigenschaften verschiedener Nähmaschinennadeln auf, damit Du diese auch erkennen kannst. Hier ist es vielleicht auch, je nach Sehkraft, nützlich eine Lupe oder ähnliches zu besorgen.

Universalnadel

  • Leicht runde Spitze für alle gewebten Stoffe geeignet.

Jerseynadeln

  • Stark abgerundete Spitze für gewirkte Stoffe

Ledernadel

  • Sehr spitze Spitze, nicht für Webware oder Strickware geeignet.

Stretchnadel

  • Abgerundete Spitze, speziell für sehr elastische Stoffe geeignet.

Für eine sehr detaillierte Beschreibung, ist dieser Beitrag hilfreich für Dich.

Also Du siehst, man kann schon anhand bestimmter Merkmale eine Nadel erkennen.

Solltest Du jetzt allerdings immer noch nicht genau wissen, welche Nadel Du da vor Dir hast, so würde ich Dir empfehlen, deine Nadeln in Zukunft farblich zu markieren oder eventuell die Verpackung, von der Nähmaschinennadel die gerade in der Nähmaschine ist oben auf die Nähmaschine zu legen. 🙂

Wie regelst Du das? Hast Du ein bestimmtes System, um kein Nadelchaos anzurichten? Oder ist Dir das egal und sortierst gleicht aus, wenn Du nicht mehr weisst was das für eine Nadel ist? Ich und andere würden uns darüber freuen, in den Kommentaren darüber zu lesen. 🙂

Weiterhin ganz viel Nähspaß.

Jana

20 Gedanken zu “Nähmaschinennadel erkennen – Tipp’s für Nähanfänger

  1. Meine diversen Nadelnpäckchen sind in einem kleinen Kästchen aufbewahrt.
    Das Nagelpäckchen, dem ich meine Nadel entnommen habe, lege ich nicht zurück , sondern außerhalb auf das Regal zu meinen anderen Nähutensilien .

  2. Wenn ich eine Nadel aus der Schachtel nehme, lege ich ein kleines Holzstückchen (halbierter Zahnstocher) in die Vertiefung, aus der ich die Nadel entnommen habe. So weiß ich immer welche Nadel in der Nähmaschine steckt. Beim nächsten Wechsel stecke ich dieses Holzstöckchen in die neue Schachtel aus der ich Nadel entnehme.
    So weiß ich immer welche Nadel und welche Stärke sich in der Maschine befindet.

  3. Hallo Jana, mit einer Lupe kann man am stumpfen Ende der Nadel die Nadelstärke ablesen. Ist aber wirklich sehr schlecht zu erkennen. Mein Tipp: Ich schreibe auf selbstklebenden Zetteln Nadelstärke und Nadelart (also z.B. 90 Ledernadel, 70 Jerseynadel, 80 Universalnadel), und die klebe oder zwicke ich in Sichtweite an die Maschine. Wenn ich die Nadel entfernt habe stecke ich sie sofort wieder in die Verpackung zurück. Liebe Grüße kokolara

    • Hallo Kokolara,

      lieben Dank für Dein Kommentar.
      Das ist wirklich eine tolle Idee, die auch sehr einfach nach zumachen ist! 😀

      Ich wünsche Dir einen tollen und erfolgreichen Nähtag.

      Liebe Grüße Jana

  4. Liebe Jana,
    Vielen Dank die Erklärung, jetzt bin ich schlauer.
    Schön würde ich es trotzdem finden wenn die Hersteller die Nadeln vom Werk aus farblich oder irgendwie anders kennzeichnen.
    Könnt ihr ja mal anregen. Durch eure tollen Anleitungen und Erklärungen haben ja so viele Nähbegeisterte Spaß am Nähen bekommen und dadurch verdienen die Hersteller und Händler von Nähzubehör ja bestimmt nicht schlecht.
    Weiter so, Gruß Diana

    • Hallo Diana,

      lieben Dank für Dein Kommentar. 🙂
      Ein kleiner Tipp von mir. Wenn Du neue Nadeln gekauft hast, nimmst Du Dir einen Edding und markierst die Nadeln in verschiedenen Farben. 🙂
      So findest Du sie auch immer leicht zurück.

      Ganz liebe Grüße Jana

  5. Danke, liebe Jana! Wieder in bekannter Klarheit und Ausführlichkeit und wie immer hilfreich!
    LG Brigitte

  6. Mein bewährterTipp: ich habe mir angewöhnt, benutzte Nadeln in einen kleinen, entsprechenden Stoffrest zu stecken, den ich damit genäht habe, und nicht in die Originalpackung zurückzustecken, denn so kann ich neue und benutzte Nadeln auseinanderhalten.
    So finden sich dann zum Beispiel in einem Stück Jersey mehrere Jerseynadeln in verschiedenen Stärken, Ledernadeln stecken natürlich in einem Lederrest usw.

    LG
    Sanne

    • Ergänzung: Unter das Nähfüßchen klemme ich ebenfalls einen
      entsprechenden Stoffrest; so weiß ich auch, was für eine Nadel gerade in der Nähmaschine ist.

      • Genauso mache ich es schon seit Jahren! Das wichtige daran ist nur es IMMER zu machen und aus Bequemlichkeit oder weil man denkt sich es so merken zu können! Dieses so merken funktioniert so gut wie nie und man steht am Ende da und muss sich eingestehen: Hätte ich bloss….!

  7. Also ich lege einfach, wenn ich fertig bin mit nähen, ein Stückle Stoff vom genähten Objekt unter die Nadel. Beim nächsten mal weiß ich gleich, ah! Ich habe Jersey genäht also ist eine Jerseynadel in meiner Maschine

    Ich wünsch euch allen, gutes Gelingen!!!

  8. Immer wenn ich eine neue/andere Nadel einsetze, lege ich das offengelassene Nadelpäckchen in die Nadelschublade. Hat bisher immer gut funktioniert.

    Schönes Wochenende

  9. Oh, das geht mir genau so,
    ich weiß auch öfters nicht, welche Nadel in der Maschine ist.
    Seit einiger Zeit lege ich die Hülle neben die Maschine,
    wenn ich fertig bin, verschwindet die Nadel gleich wieder dort.
    Ist zwar ein bisschen mühselig,
    gerade wenn man mal schnell an die Maschine will,
    aber am effektivsten.
    Ansonsten würde ich mir mal gerne ein Nadelkissen
    mit den verschiedenen Sorten und Stärken sticken.
    Vielen Dank, für die Tipps.
    Liebe Grüße
    Nähoma

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