Wie Du wirklich die vollständige Grundausstattung hast – Nähen für Anfänger

Das erste Nähprojekt ist schon im Kopf, die Stoffwahl ist schon gemacht, eigentlich könnte man loslegen.

Welche Grundausstattung

„Aber was brauch ich jetzt alles um mit dem nähen zu beginnen?“

Diese Frage, stellen sich viele Nähanfänger und auch gerade im Internet gibt es viele Antworten darauf.

Aber meiner Meinung nach fehlen in den meisten Grundaustattung-Beiträgen, sehr wichtige Dinge.

Daher möchte ich Dir hier, die komplette Grundausstattung zeigen.

Und falls Du das ein oder anderen schon hast, kannst Du ja zum nächsten gehen, vielleicht findest Du dort noch wichtige Nähinfo’s für dich. 🙂

Nun legen wir los. 😉

 

-Nähmschine

Nähmaschine

Falls Du noch keine Nähmaschine hast und nicht genau weisst welche gut für Dich ist. Dann lass dich am besten in einem Fachgeschäft beraten, oder lese dich durch Nähforen durch, welche Erfahrungen andere Nähanfänger gemacht haben.

Für den Anfang reicht es eigentlich wenn deine Nähmaschine bestimmte Basic-funktionen hat, dazu zählen:

  • Zick-/Zackstich
  • Overlockstich
  • selbstverständlich der normale Geradstich 😉
  • Elastikstich
  • Rückwärtsnähen
  • Ganz hilfreich, ist natürlich auch die Knopflochfunktion,
  • und auch meiner Meinung nach der Reißverschlussfuß

Natürlich sind bestimmte funktionen mal mehr, mal weniger hilfreich. Es kommt halt auch immer darauf an was man hauptsächlich näht und was der eigene Geldbeutel so hergibt.

Aber mit diesen Basic’s, kann man schon ganz schön viele Bereiche abdecken.

 

-Stoffschere

Stoffschere

Wie Du für dich die richtige Stoffschere findest, hängt immer von deinen eigenen Vorlieben ab. Es gibt große schwere Stoffscheren, sowie kleine leichte.

Als Faustregel sagt man:

„Eine Stoffschere ist gut, wenn man mit der Schere gar nicht schneiden muss, sondern nur durch gleiten, den Stoff trennt.“

Also wenn Du eine gute Schere möchtest, kann ich Dir aus meiner und anderer Näherinnen Erfahrungen, nur diese Stoffschere empfehlen. Hier stimmt wirklich das Preisleistungsverhältniss.

Diese Stoffschere ist recht leicht und wirklich scharf. Die untere Kante liegt während des Schneidens flach auf dem Arbeitstisch, dadurch hebt der Stoff nicht ab. Die gleitet wirklich wie durch Butter.

Ansonsten, kann ich Dir hier auch nur raten mal in ein Nähgeschäfft deiner Wahl zugehen und verschiedene Scherentypen in die Hand zu nehmen. Wie gesagt, jeder hat da seine eigenen Vorlieben.

Und noch ein kleiner Tipp:

Die Stoffschere auch wirklich ausschließlich für Stoff verwenden, ansonsten ist die Schärfe schneller weg als man denkt. 😉

 

-Stecknadeln

stecknadeln

Bei den Stecknadeln gibt es viele Mythen und Gebräuchlichkeiten. Manche legen sie lieber quer, manche lieber parallel, manchen stecken die Nadel auch auf die Nahtlinie und ziehen dann kurz vorher raus und wieder andere wollen gar keine, sondern nehmen lieber Sprühkleber, Klammern oder auch Sicherheitsnadeln.

Auch wenn man es nicht vermutet, Unterschiede gibt es trotzdem. Auch hier gilt, was man denn letztendlich damit machen möchte.

Um mal hier ein paar Beispiele zu nennen, es gibt welche ohne Kopf, mit Plastikkopf oder Glaskopf.

Aus eigener Erfahrung, würde ich Dir raten niemals die ohne Kopf zu nehmen, weil man diese wirklich schlecht sieht.

Mit Kopf, sieht man deutlich besser!

Bleibt hier also nur die Wahl zwischen Plastik und Glaskopf.

Der Vorteil bei den Glasköpfen ist, dass man drüber Bügeln kann, Plastik schmilzt da leider sehr schnell.

Nachteil, diese sind meistens teurer als die mit Plastikkopf.

Dann gibt es noch spezielle Jersey Stecknadeln. Diese haben eine Kugelspitze und sind schonender für den Jersey, da dieser nicht gewebt, sondern gewirkt ist.

Es gibt noch weitere Unterschiede, z.B. Patchworknadeln oder die langen mit dem gelben Glaskopf usw., aber dafür müsste ich wahrscheinlich einen eigenen Beitrag schreiben.

Ich hoffe ich konnte Dir trotzdem ein paar wichtige und hilfreiche Stecknadel Tipps geben, falls Du dennoch eine Frage hast, kannst Du auch einfach in die Kommentare schreiben.

 

-Markierstift / -kreide

markierstift

Kreidestift? Kreideplättchen oder doch Kreiderad?

Hier bleibt nur die Qual der Wahl.

Hiermit überträgst Du dein Schnittmuster, oder markierst Dir bestimmte Stellen auf dem Stoff. Danach klopfst Du, oder wischst Du die Kreide einfach wieder weg.

Unterschiede gibt es in der Qualität und in der Herstellung. Es gibt natürliche Materialien und chemische Kreide.

Ich persönlich bevorzuge, Kreideplättchen und den Kreidestift. Damit die Markierungen einfach weg gehen, nehme ich ein kleines nasses Schwämmchen und wische es einfach weg. Funktioniert seht gut und man sieht auch danach nichts mehr.

 

-Maßband

MassbandMit einem Maßband kann man besten bestimmte Körperregionen messen.

Dadurch das es nicht steif ist, kann man z.B. Bauchumfang, Brustumfang, Taille, Ärmellänge, Kopfumfang usw., sehr gut damit abmessen.

Wenn Du noch kein Maßband hast, dann möchte ich Dir wirklich raten die 2 Euro mehr, für ein richtiges, Maßband auszugeben.

Da die billigen China Dinger, wirklich schon nach ein paar Wochen Gebrauch, die ersten Abnutzungserscheinungen zeigen. Und das ist wirklich sehr nervig wenn man die Zahlen nicht mehr richtig ablesen kann, oder das Metallendstück abfällt.

Aber eines möchte Dir auch aus meiner Erfahrung sagen, ein Maßband reicht nicht aus, manchmal ist man besser mit einem Lineal dran, oder sogar mit einem Geodreieck.

Darum kommen wir jetzt zum:

 

-Lineal

Lineal

Lineale kennt jeder, jedes Schulkind hat eins. Für das Nähen gibt es spezielle Schneiderlineale um eigene Schnittmuster herzustellen, oder zum Patchworken.

Ein langes und ein kurzes Lineal reichen in der Regel aus, zumindest für einen Nähanfänger. Ausser Du möchtest direkt von Anfang an eigene Schnittmuster erstellen.

So ein Lineal benutze ich am meisten für die Nahtzugabe, oder um bestimmte Dinge zu vergrößern oder zu verkleinern.

Alles im allem ein Allrounder, der auf keinen Fall in deiner Grundausstattung fehlen sollte.

 

-Architektenpapier

Architektenpapier

Mit diesem Papier kannst Du ganz einfach dein Schnittmuster abpausen.

Dadurch das es transparent ist, legst Du deinen Originalschnitt drunter und zeichnest die Linien einfach nach.

Aber!

Es muss nicht immer Architektenpapier sein.

Manche nehmen sogar Backpapier. Da es ja auch eine gewisse Tranzparenz hat.

Wieder andere nehmen durchsichtige Folie und pausen dann mit einem Wasserfesten Filzstift ab.

Der Vorteil bei der Folie und dem Archichtektenpapier ist natürlich die Langlebigkeit. Wenn Du z.B. einen Schnitt abpaust und dann mehrmals benutzt, wird das Backpapier irgendwann knittrig und ist dann nicht mehr zu gebrauchen, bei der Folie und guten Architektenpapier passiert einem das nicht so schnell.

Und das ein Schnitt abpausen viel Arbeit macht und auch unter Umständen langwierig sein kann, kannst Du dir wahrscheinlich schon denken. 😉

 

-Papierschere

Papierschere

Nachdem Du deinen Schnitt abgepaust hast, musst Du das Schnittmuster dann natürlich ausschneiden und dafür brauchst Du eine Papierschere.

Hier kann ich Dir tatsächlich keinen speziellen Tipp geben, da hier meiner Meinung nach, eine einfache Handelsübliche Papier- oder Bastelschere ausreicht.

 

-Rollschneider

RollschneiderIn Kombination mit einem Lineal, kann man mit so einem Rollschneider wirklich gut und sauber geraden schneiden.

Hier gibt es größere und kleinere Rollschneider. Oft hat man, z.B. beim Applizieren oder bei Kleidung, viele Rundungen und um so enger die Kurven, die man schneiden muss, um so kleiner sollte auch die Klinge sein.

Dann gibt es noch welche mit Abstandhalter, um exakt die Nahtzugabe auszuschneiden.

Falls Du noch keinen hast, dann würde ich Dir raten einen mit automatischen Klingenschutz zu kaufen. Deine Finger werde es Dir danken. 😉

 

-Schneidematte

Schneidematte

Zusätzlich zum Rollschneider, brauchst Du auch immer eine Schnittfeste Unterlage, bzw. eine Schneidematte.

Die gibt es wirklich in allen erdenklichen Größen und für jeden Nähtisch sollte eigentlich was dabei sein.

Die kleinen Quadrate auf der Schneidematte sind in der Regel immer 1 Quadratzentimeter groß und sind in vielerlei Hinsicht hilfreich. Zum Beispiel wenn man einen Stoff quadratisch ausschneiden möchte um zu Patchworken.

Hier ist aber auch Vorsicht geboten!

Ich bin mal günstig an eine große Schneidematte gekommen und leider waren die kleinen Kästchen alle einen halben Zoll groß, was hier in Deutschland und unserem metrischen System, leider wenig hilfreich war. Ausserdem nutzten die bedrucken Kästchen schnell ab.

Aber ich denke, wenn Du in den bekannten Internet-Shops kaufst, oder sogar in einem Bastelladen, wirst Du damit weniger Probleme haben.

 

-Nahttrenner

Fadentrenner

„Mit einem Nahttrenner, näht man rückwärts!“

Haben mir schon viele gesagt, denn gerade wenn Du noch am Anfang stehst, wird der Nahttrenner dein bester Freund sein.

Mit diesem wunderbaren Teil kannst Du deine Nähte wieder auftrennen und das jedesmal wenn Du dich z.B. vernäht hast, oder die Teile verrutscht sind und nicht mehr aufeinander passen.

Hier gibt es die ein oder anderen Qualitätsunterschiede.

Ein billiger China-Trenner ist meistens, NEU, stumpfer als ein gebrauchter Marken-Trenner. Also auch hier würde ich eher auf die Marken Nahttrenner gehen, z.B. Prym, Gütermann usw..

Der Preisunterschied zwischen den guten und schlechten Nahttrennern, liegt meistens eh nur bei 1 bis 2 Euro.

 

– Stickschere / Präzisionsschere

Präzizionsschere

Mit diesem kleinen helferlein lassen sich wunderbar kleinste Fäden abschneiden. Ausserdem ist die kleine Stickschere gut für exakte Arbeiten.

 

Auch hier sei gesagt, NUR für Stoff verwenden, da es sonst sehr schade ist, vor allem wenn die Spitze nicht mehr richtig schneidet.

 

-Nadelkissen / Nadelmagnet

Nadelkissen

Hier nun auch ein kleines helferlein. Dieses tolle Kissen sorgt dafür das, deine Stecknadeln nicht wild herumfliegen bzw. auf den Boden fallen.

Ja gerade die auf den Boden fallen sind die schlimmsten. 😉

Es gibt auch noch Nadelmagneten, die sind auch wirklich toll. Meiner Meinung nach sogar noch besser als ein Nadelkissen, aber da hat wahrscheinlich auch jeder seine eigenen Vorlieben.

Falls Du noch ein tolles Nadelkissen benötigst, dann schau doch einfach mal bei den Freebies rein, dort siehst Du eine kleine 5 Schritte Nähkarte für ein Nadelkissen zum nachnähen. Und die ist auch garantiert Anfänger tauglich.

 

-Foldbackklammern / Stoffklammern

StoffklammernFoldbackklammern oder auch Stoffklammern, kommen hauptsächlich, immer dann zum Einsatz wenn man etwas fixieren möchte, aber keine Stecknadeln dafür nehmen kann.

Das hat man zum Beispiel, bei Wachstoffen oder Wachstüchern.

Wenn man dort mit einer Stecknadeln fixiert und durchsticht, verschwindet das Loch nach dem herausziehen nicht mehr, daher nimmt man diese Klammern.

Die kann man übrigens auch bei normalen Stoff verwenden, wenn man nicht so gerne mit Stecknadeln fixiert.

 

-Ersatz Nähmaschinennadeln

Ersatz Nähmaschinennadeln

Es ist wirklich immer besser wenn man zusätzliche Nadeln parat hat!

Schwups, ist man mit dem Stoff an der Nadel hängen geblieben, kann es nämlich schnell passieren, dass die Nähmaschinennadel dabei verbiegt.

Was ja schon sehr ärgerlich ist!

Aber dann noch keine Ersatznadel zu haben, ist wirklich schrecklich. Am besten noch Sonntags wo man nicht mal eben neue Kaufen kann. 😀

Nene, also besorg Dir am besten immer eine Packung Ersatznadeln, natürlich passend zu deiner Nähmaschine. 😉

 

-Nähgarn

NähgarnSolche Nähgarn Boxen gibt es in verschiedenen Größen und sind wirklich sehr hilfreich.

Man findet immer eine passende Farbe zum Stoff.

Auch wenn Du vielleicht altes Nähgarn geschenkt bekommen hast, würde ich es nicht mehr nehmen. Diese sind meist brüchig und reißen sehr schnell.

Genauso wie billig Nähgarn. Du kannst Dir gar nicht vorstellen wie oft es mir passiert ist, dass die Nähmaschine den Faden verheddert hat und es letztendlich am Nähgarn lag.

Das ist auch eine hart erlernte Lektion von mir, meistens dachte ich es liegt an der Nähmaschine.

Natürlich heisst das jetzt nicht das du das teuereste aller Nähgarne kaufen musst. Aber im mittleren Preissegment würde ich schon schauen. Am besten ist es wenn Du jemanden kennst, der die eventuell bestimmte Nähgarn empfehlen kann.

Ich persönlich nähe am liebsten mir Mettlergarn oder auch Gütermann.

 

-Zusätzliche Nähmaschinenspulen

NähmaschinenspulenFalls Du bei dem Kauf deiner Nähmaschine, keine zusätzliche Nähmaschinenspulen bekommen hast, würde ich Dir raten, auf jedenfall ein kleines Tütchen zusätzlich kaufen.

Wenn Du mehrere verschiedenfarbige Nähgarne hast, macht es auf jedenfall immer Sinn, auch mehrere Spülchen zu haben.

So hat der Unterfaden immer die gleiche Farbe wir der Obere. 😉

 

-Bügeleisen

Bügeleisen

Auch wenn Du es vielleicht nicht erwartet hättest, ein Bügeleisen darf wirklich nicht in einer guten Grundausstattung fehlen.

Es ist sehr hilfreich, vorallem wenn Du Kanten umnähen willst, oder einen Saum sauber umklappen möchtest, oder auch ganz wichtig, für Bügelvlies natürlich!

Hier brauchst Du auch wirklich kein spezielles Bügeleisen, hier reicht das Gerät was Du auch zum Bügel von Hemden etc. nimmst. Dort kennst Du ja eventuell deine Vorlieben.

 

-Gute helle Lampe

Gute helle Lampe

Eine gute und helle Lampe, wird Dir wirklich sehr sehr helfen. Hier spielt das Design natürlich keine Rolle, sie sollte nur hell genug sein.

Weil es gibt wirklich nichts demotivierendes als nicht genug zu sehen.

Man ist schnell gereizt und der Spaß ist dann vorbei.

Daher sorge für gutes Licht an deinem Arbeitsplatz und der Spaß bleibt. 😉

Wenn Du bis hierhin gelesen hast, dann herzlichen Glückwunsch!

Du gehörst zu denen, die es wirklich ernst meinen und auf der Suche nach wichtigen Nähinfo’s sind.

Jetzt kommen die Dinge, die meiner Meinung nach, in den allermeisten Grundausstattung-Beiträgen fehlen. Auch wenn Dir diese Dinge simpel vorkommen, sind diese genauso wichtig wie eine Stoffschere zum Stoffschneiden.

 

-Zeit und Ruhe

Nimm Dir Zeit und RuheEs gibt nichts schlimmeres als genervt und in Hektik ein Nähprojekt zu starten.

Man hat keine Ruhe und Fehler sind dann vorprogrammiert. Vielleicht kennst Du das auch von anderen Alltäglichkeiten.

Daher empfehle ich jeden:

„Erst dann nähen, wenn man den Kopf frei hat!“

Falls Du von dem genervt sein, doch mal nicht weg kommen solltest, gibt es folgenden Trick:

Mach einfach deine persönliche gute Laune Musik an und dreh die Lautstärke auf!

Falls Du nicht so Laut sein darfst, nimm Dir einfach Kopfhörer. Es funktioniert bei den meisten. So hast Du mehr Spaß und deine Kreativität und Ideen werden nur so sprudeln.

 

-Hartnäckigkeit und Geduld

Bleib hartnäckig und geduldig.

Bleibe hartnäckig und geduldig.

Am Anfang macht man viele Fehler. Das ist aber völlig normal und gehört auch irgendwie dazu, aus Fehlern lernt man, heisst es doch so schön.

Wenn Du das nächste mal einen Fehler machst, sag einfach zu Dir: „Ahhh, soo geht’s also NICHT!“

Und mach es beim nächsten mal besser, denke immer daran, dass Du diese Fehler nur gemacht hast weil Du es einfach nicht besser wusstest.

Bei den nächsten fehlerfreien Projekten, bis Du dann Stolz wie Oscar. 😀

 

-Motivation und Hilfe Suchen

Zusammen macht es mehr Spaß

Zu einer guten Grundaussattung, gehört auch jemanden den Du Fragen kannst wenn es mal nicht weiter geht.

Irgendwann kommt nämlich der Punkt an dem Du einfach nicht mehr weiter weisst, dass passiert selbst mir heute noch.

Vielleicht kennst Du das auch, man sucht im Internet nach einer Lösung, aber die unzähligen Foren haben nicht genau das Problem beschrieben, wie Du es hast.

Darum mein Tipp an dich, melde Dich in einem Nähforum an, oder in einer der Nähgruppen bei Facebook.

Dort kann man sich wirklich gute Tipp’s holen. Und wenn Du mal nicht weiter weisst, kann man dort einfach nachfragen. Erfahrene Näher/innen sind dort genug.

Ausserdem kann man sich bei bestimmten Stoffvariationen helfen lassen, oder man möchte sich motivieren, oder gar inspirieren lassen.

In einer Gruppe ist der Spaß gleich höher und man wächst mit anderen Nähanfängern. 🙂

So das war’s, ich weiss das ist eine ganze Menge Lesestoff.

Wahrscheinlich hast Du das ein oder andere auch schon gehabt, aber ich hoffe ich konnte Dir trotzdem weiterhelfen.

Und noch was!

Falls ich etwas vergessen haben sollte, was deiner Meinung nach auch zu einer guten Grundausstattung gehört.

Würde ich mich (und andere auch :-)) freuen, wenn Du diese noch in den Kommentaren ergänzen würdest. Dann haben alle etwas davon und jeder ist bestens informiert, vielen Dank schonmal. 🙂

Ich wünsche Dir viel Erfolg und viele tolle Nähprojekte.

Jana

20 Gedanken zu „Wie Du wirklich die vollständige Grundausstattung hast – Nähen für Anfänger

  1. Toller Artikel, selbst für alte Hasen.

    Was ich noch äußerst praktisch finde ist ein Magnet- Nadelkissen. Das lege ich immer neben die Nähmaschine und kann die Nadeln einfach darauf legen und nichts fällt daneben.

  2. Vielen Dank für die tolle Aufstellung! Mein Frage wäre noch nach der Notwendigkeit einer Schneiderpuppe? Ich habe jetzt angefangen für mich “ maßzuschneidern“, habe aber leider noch nie ein wirklich gut sitzendes Stück mit verschiedenen Schnittmustern bekommen. Das ist für mich noch et was ärgerlich! Viele Grüße, Renate

    • Hallo Renate,

      ja bei dem erstellen von eigenen Mustern ist eine Schneiderpuppe, auf jedenfall ein muss.
      Da man bei sich selber halt nie wirklich sehen kann ob es 100% sitzt oder nicht. Zusätzlich würde ich Dir noch empfehlen, ein Set Schneider- / Designerlineale zu besorgen. Dort kann man immer ganz gut kurven mit Zeichnen. 🙂

      Lieben Gruß
      David

  3. Hallo Monika,
    Ein sehr schöner Artikel! Alles drin und sehr schön erklärt. Vielen Dank dafür.

    Vllt. In Ergänzung noch zu Zeit, Ruhe und Ausdauer auch noch Struktur!
    Ich denke daran, dass es sich lohnt etwas Zeit darin zu investieren den Arbeitsplatz /Hobbyraum praktisch, sinnvoll zu gestalten.
    Es spart Zeit und Nerven alles „griffbereit“ zu haben.
    Das war ein Manko bei mir am Anfang, jetzt ist alles durchstrukturiert.

    Liebe Grüße Melanie

  4. Ihr seid wirklich eine tolle und hilfreiche Webseite, wenn man Hilfe sucht!
    Zum Markieren nehme ich bei Stoffen, die die Farben ungern wieder hergeben auch mal die kleinen Hotelseifen anstelle von Kreideplättchen. Vorsicht, nicht in die Augen fassen mit seifigen Händen! Die Striche verschwinden meist schon beim Bügeln. Anspitzen wie die Kreide auch. Vielen Dank für eure schönen Beiträge. LG Judith

  5. Hey.
    Sehr sehr hilfreicher Beitrag auch wenn ich inzwischen nicht mehr ganz Anfänger bin 😉
    Ich finde das das Patchwork Lineal fehlt also diese großen Dinger 😀 sehr nützlich und hilfreich wenn man bündchen schneiden muss und Keim Sm hat!
    Bei den Spulen sollte man evtl noch erwähnen das man bei Computer Maschinen keine Metall Spulen nehmen darf 😉
    LG Jenny

        • es kommt nicht eher darauf an, aus welchem material die spulen sind, sondern auf die bauart,
          es gibt verschiedene arten von spulen, man muss darauf achten, dass die spule zum Nähmaschinengreifer passt.
          früher gab es z.b. diese zentralspulen mit den vielen löchern drin, die gibt es ab und an mal fertig aufgespult zu kaufen. aber Vorsicht wenn man die falschen hat, kann man sich die NM kaputtmachen.

  6. Hallo ihr Lieben,
    da ich schon sehr lange nähe war ich eher skeptisch bei dem Beitrag ABER der ist Gold wert 🙂 der Tip mit dem Architektenpapier ist super *** Herzlichen Dank ***.
    Motto des Tages „Jeden Tag eine gute Naht“ 🙂

    Liebe Grüße…Birgit

  7. Ihr seid wirklich toll! Was Ihr Euche jetzt wieder für eine Arbeit gamacht habt! Und man liest in jeder Zeile, dass es Euch Spaß macht. Danke für den ausführlichen Beitrag. Da hab ich nichts mehr zu ergänzen nach den Zusatzhinweisen von Monika.
    Der Hinweis mit Zeit und Ruhe ist nicht zu unetrschätzen! Daran hat es bei mir leider gefehlt, als ich 3 kleine Kinder hatte und nach wenigen kleinen Projekten blieb ein Kleidchen halb fertig liegen. Aber jetzt schaffe ich es, trotz Berufstätigkeit, für meine 3 Enkelkinder zu nähen. Sie freut es und die Eltern – und mich auch!
    Liebe Grüße
    Brigitte

  8. Hallo, super Beitrag gefällt mir sehr gut. Ich bin zwar noch Nähanfängerin, aber einen Tipp hätte ich trotzdem. Wenn man mal keine Markierkreide oder einen Kreidestift hat, dann kann man auch abgenutzte, trockene Handseife nehmen. Die spitzen Kanten eignen sich prima zum markieren und die Markierungen lassen sich leicht entfernen.
    VG

  9. ich finde deine auflistung toll
    ergänzen möchte ich
    ein stück seife-die reste- sind zum markiere oft besser als kreide, man sieht die „striche“länger
    lg
    zausel

  10. Guten Morgen. Ich hab gute Erfahrungen mit dem Seidenpapier von Burda ohne Linien. Da kosten 5 riiiesige Bögen ca. 3€ und man muss nicht noch die Backpapier- und Architektenpapierbögen zusammenkleben.
    Außerdem male ich auf dem Papier und auf den Stoffen immer mit einem sehr weichen Bleistift, wie z.B. mit der Stärke 6B. Den sieht man auf hellen Stoffen und aufdunklen, weil er schimmert. Ist mir viel lieber, als Kreide, weil man die oft schlecht sieht. Außerdem malt man ja eh auf der linken Stoffseite oder innerhalb der Nahtzugabe.
    Wondertape oder Stylefix finde ich auch noch praktisch.
    Vielleicht schreibst du bei manchen Sachen „optional“ dahinter. Es könnte nähanfänger evtl erschrecken, so viel kaufen zu müssen. Ich benutze meinen rollschneider nie, weil ich nie lust hab, die matte immer rauszuholen.
    Evtl noch der tip, sich die ersten schnittmuster als ebook zu kaufen oder nach videos zu nähen, weil die gut bebildert sind.
    Ich hoffe, ich konnte dir noch einige Anregungen geben.
    LG

  11. Hallo aus Heppenheim

    besser kann man es nicht erklären oder beschreiben.
    Ich wäre damals um jede einzelne Information dankbar gewesen.
    Da ich schon viel Jahre nähe, hatte ich klar schon alles und kenne eben
    die Fehler die sich einschleichen können, aber ich kann nur bestätigen das alles richtig ist was Jana scheibt.
    Zeit, Lust Gedult und schöne Musik sind aber oberstes Gebot.

    Ich selbst habe von Jana & David schon das Herrenhemd in allen Variationen genäht, weil sie einfach suuuper sitzen.
    Aber das schönste Gefühl ist, wenn mein Mann es mit stolz präsentiert und gerne anzieht.

    Glaubt mir, in dem Moment ist jeder Moment der Verzweiflung vergessen 🙂

    Liebe Grüße
    Rainer aus Heppenheim

  12. Ein sehr guter Beitrag. Gefällt mir ausgesprochen gut.
    Meiner Meinung nach, feht der Hinweis, dass man immer die Original-Untergarn-Spulen benutzen/nachkaufen sollte. Warum? Meine erste Maschine habe ich mit Billig-Spulen vom Discounter ruiniert.
    Bei dem Markierstift könnte man noch erwähnen, das es Stifte in hellen Farben für dunklen Stoff gibt und dunkle Stifte für hellen Stoff.

    Darf ich den Beitrag in meinen Nähanfängerkursen nutzen?

    Wünsche noch ein schönes Wochenende

    M. Pfeiffer

    • Hallo Monika,

      ja stimmt, da hast Du recht. 🙂

      Ja natürlich darfst Du, teilen und weiterreichen erwünscht. 😉
      Und vielen Dank für dein ergänzendes Kommentar.

      Lieben Gruß
      David

      • Danke , da werden sich auch meine Nähanfänger freuen. Die hab ich sonst immer mitschreiben lassen.
        Werde mich auch hinsetzen und es für die Kinderkurse ‚kindgerechter‘ umschreiben. Heisst eigentlich nur noch ein bisschen ausführlicher für die sechs bis zehnjährigen.
        Bis dann
        M. Pfeiffer

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